www.suchtberatung-eising.de


Suchtberatung in Schleswig-Holstein
Hilfe bei Problemen mit Alkohol, Drogen, Medikamentenmissbrauch
 

seit 1991
Telefon: 04646 / 990 408

Startseite - Über mich - Häufige Fragen zur Suchtberatung und Suchtbehandlung - Suchttherapie -  Prävention / RückfallprophylaxeMein Angebot - Vorteile einer privaten ambulanten Suchtbehandlung  - Ablauf und Kosten - MPU-Beratung - Kontakt / Anfahrt  
 
 

PRIVATE SUCHTBERATUNG
BEI ALKOHOL UND DROGEN
- DER DISKRETE WEG

DIPL. SOZ. ARB. (FH) RAIMUND EISING
HEILPRAKTIKER FÜR PSYCHOTHERAPIE

SUCHTTHERAPIE - ALKOHOLTHERAPIE
DROGEN UND MEDIKAMENTENMISSBRAUCH

"Alkohol konserviert alles, ausgenommen die Würde
und Geheimnisse "

(Robert Lemke Journalist und Fernsehmoderator)


"Die Brücke von Langlois mit Wäscherinnen"
(Vincent van Gogh 1853-1890)


KONTAKT
Ihr Suchtberater  
Dipl. Soz. Arb.(FH) Raimund Eising
Heilpraktiker für
Psychotherapie
Mühlenstr. 12
24405 Mohrkirch

Tel. 04646 / 990 408
Fax  04646 / 990 411

E-Mail: Raimund.Eising@web.de
Kontakt / Anfahrt
Kontaktformular

 
THERAPIEVERFAHREN
Alkoholtherapie
Drogentherapie 
Verhaltenstherapie
Integrative Suchttherapie

EINZELNE BEITRÄGE
Meine Philosophie - Leitgedanken
Diagnose von Alkoholabhängigkeit  
Abstinenz -kontrolliertes Trinken
Abstinent: trocken und zufrieden?
Drogenabhängigkeit
Medikamentenmissbrauch
Rückfall und Suchtgedächtnis 
Beratung für Angehörige  
Angst und Sucht
Coaching bei Lebenskrisen 
Entspannungsverfahren

LINKS
Interessante Links

RECHTLICHES
Impressum
Datenschutz

   

Die Bedeutung des Suchtgedächtnisses bei Rückfällen

Haben wir ein Suchtgedächtnis?

Seit einigen Jahren wird immer öfter von einem Suchtgedächtnis gesprochen. Ist das Suchtgedächtnis vielleicht Schuld an Rückfällen? Also an Rückfällen in alte Trinkgewohnheiten oder Drogenkonsum?

Die Wissenschaft glaubt heute, dass der chronische Missbrauch eines Suchtmittels (Drogen wie Heroin etc.) aber auch Alkohol charakteristische Veränderungen im Gehirn auslösen.

Unser Gehirn produziert beim Konsum von Drogen – dazu gehört auch Alkohol – körpereigene Opiate, die Endorphine (biochemische Prozesse).

Diese können auch als „Glückshormone“ bezeichnet werden.

Je öfter man Drogen (Alkohol) konsumiert, umso mehr steigt der Wunsch nach Wiederholung.

Irgendwann fällt es dem Konsumenten dann immer schwerer, auf die Drogen zu verzichten.
Der Wunsch nach Ausschüttung des Glückshormons „Endorphine“ wird immer stärker.

Es kommt zu einem „Suchtgedächtnis“ – dieses bleibt bestehen – bis zum Lebensende!!

Vollkommene Abstinenz ist angesagt! Jeder Konsum von Drogen / Alkohol löst das Verlangen nach der Ausschüttung der Endorphine wieder aus. Trinken wird mit dem Erlebnis „gutes Gefühl“ gleichgesetzt.

Kann das „Suchtgedächtnis“ auch wieder gelöscht werden?

Nein, bisher ist dies leider nicht möglich!

Versuche mit Ratten haben aber ergeben, dass dieser „Lernprozess“ evtl. wieder umkehrbar gemacht werden, nicht gelöscht aber überschrieben werden kann (leider bisher nur bei Tierversuchen).

In Versuchen hat man heroinabhängige Ratten die Erfahrung machen lassen, dass die Droge nicht mit Lustgewinn gleich zu setzen ist, sondern mit negativen Gefühlen, mit Last und Qual.

Man verabreichte ihnen das Hormon Corticosteran und setzte die Ratten dadurch unter starken Stress. Die Drogen erzeugten so keine angenehme Wirkung mehr.

Man hofft nun, dass diese Ergebnisse irgendwann auch auf den Menschen übertragbar sind, also, dass das Suchtgedächtnis zwar nicht „gelöscht“ werden kann, aber durch neue Verknüpfungen überschrieben und im Gehirn die Sucht dadurch vergessen lassen kann.
So Prof. Dr. Jochen Wolfgramm und sein Mitarbeiter von "Medimod" in Reutlingen.

Ähnlicher Meinung ist auch Prof. Dr. Jobst Böning, Leiter der Klinischen Suchtmedizin an der Psychiatrischen Klinik der Universität Würzburg.

"Man kann das Suchtgedächtnis nicht löschen, allenfalls überschreiben.
Mit einem süchtigen Gehirn kann eine Droge nicht mehr kontrolliert werden."

aus: Artikel der Otto Friedrich-Universität Bamberg: "Die Wucht der Sucht"
www.uni-bamberg.de/kommunikation/news/artikel/die-wucht - Zugriff:22.07.2012

Durch das Suchtgedächtnis kann selbst nach jahrelanger Abstinenz wieder ein Rückfall ausgelöst werden!

Ob und wann überhaupt diese Methode aber auf den Menschen übertragen werden kann, ist zumindest fraglich.

Wirkt das Suchtgedächtnis nur bei körperlicher Abhängigkeit?

Nein, leider nicht.
Der körperliche Entzug ist unter ärztlicher Aufsucht eine Sache von ein paar Tagen.

Die psychische (geistig - seelisch) Abhängigkeit ist das eigentliche Problem. Hier geht es um Gefühle.

Das Gehirn möchte sein Gift Alkohol (Drogen) wieder haben, den Kick, den Reiz, die Glückshormone, das Belohnungssystem.

Also - das Gehirn ist auch nach einem körperlichen Entzug noch nicht von der Sucht befreit.
Nach jedem neuen Konsum - auch wenn viele Monate oder Jahre dazwischen liegen - erinnert sich das Suchtgedächtnis und möchte wieder mehr von dem Gift Alkohol (Drogen) bekommen. Unabhängig davon, ob man körperlich abhängig gewesen ist oder nicht!

Das Suchtgedächtnis kennt nicht die Gnade des Vergessens!

Schon ein Gläserklirren kann alte Gefühle wieder wecken!
Das Gehirn hat gelernt, Trinken mit dem Erlebnis "Gutes Gefühl" gleichzusetzen. Auch Bilder und Gerüche alkoholischer Getränke führen zu einer verstärkten Aktivierung von Regionen des Aufmerksamkeitssystem und anderen Arialen im Gehirn - die Gefahr eines Rückfalls steigt dadurch!

Über 80% aller Entgifteten (ehemals körperliche und psychische Alkoholiker) werden wieder rückfällig, wenn keine Therapie (Aufarbeitung der Vergangenheit etc.) durchgeführt worden ist.

"Kontrolliertes Trinken" ermöglicht es meist nur kurzfristig, auf dieser Art zu trinken Nutzen ziehen.

Alkoholiker sollten also - trotz aller aktuell medienwirksamen positiven (aber meines Erachtens nach falschen Berichten) über das "kontrollierte Trinken" für sich akzeptieren, dass sie bis zum Lebensende auf Alkohol verzichten müssen. Nicht nur der MPU wegen, sondern auch um ihr Leben nicht zu ruinieren. Bei Alkoholikern gibt es ansonsten nur einen Weg: Bergab!

Das gleiche gilt bei Drogenkonsumenten: Abstinenz bis zum Lebensende!

Aber: Nicht nur Drogenkonsumenten und Alkoholiker bilden ein Suchtgedächtnis aus, sondern auch diejenigen, die eine gewisse Grenze bei Alkohol überschritten haben und "nur" ein Alkoholproblem haben!

Beachtenswert ist auch, dass es bei zu hohem Alkoholkonsum zu einem Gehirnschwund kommt und zwar umso mehr - lt. Prof. Dr. Jörg Wolstein, Inhaber der Professur für Pathopsychologie der Universität Bamberg - je früher (an Jahren) der Beginn der Abhängigkeit einsetzt.

Die gute Nachricht: Bei Abstinenz bildet sich das Gehirn nach ein paar Monaten wieder zurück.

Dieser Beitrag ist ein Artikel aus meinem MPU-Ratgeber:
"Alkohol? Punkte? Drogen? MPU?"
www.MPU-Buch.de

Bei Interesse an einem persönlichem Termin rufen Sie mich einfach unverbindlich unter 04646 / 990 408 an oder benutzen mein Kontaktformular!

Ich freue mich auf Ihren Anruf!